Erinnerungen an die Kindheit!

“Weihnachten, Märklin und die Sehnsucht nach einer heilen Welt”

  • Jedes Jahr zu Weihnachten, wenn die Straßen in warmes Licht getaucht werden, der Atem in der kalten Luft wie kleine Wolken tanzt und der Duft von Gebäck und Tannennadeln durch die Häuser zieht, spüre ich in mir den unwiderstehlichen Wunsch, in meine eigene Vergangenheit zurückzukehren.
  • Mein Name ist Jakob Diener, ich bin freiberuflicher Redakteur und Journalist.
  • Aber auch verrückt nach allem was mit der Bahn und der Modelleisenbahn zu tun hat.
  • Es ist ein Weg, den ich schon hunderte Male gegangen bin, ein Weg voller Emotionen, Wärme und einer tiefen Dankbarkeit.

Weihnachten hat für mich immer etwas Magisches, etwas Zeitloses, und dieses Gefühl wird jedes Mal aufs Neue entfacht, sobald ich an jene kostbaren Stunden denke, die ich vor über fünfzig Jahren mit meinem Vater auf dem Speicher unseres alten Hauses verbracht habe.

  • In diesem Jahr habe ich mir eigentlich geschworen, bis Januar nichts Neues auf meiner Webseite zu veröffentlichen, um endlich einmal Abstand vom digitalen Alltag zu gewinnen.

Doch wer vom Bahn- und Modellbau-Virus infiziert ist, der weiß:

  • Man kann sich viel vornehmen, aber man kann es niemals wirklich lassen.

Genau deshalb konnte ich nicht anders, als das Märklin-Weihnachtsvideo mit euch zu teilen – ein Film, der mich jedes Mal tief berührt, weil er genau das ausdrückt, was mich seit meiner frühesten Kindheit begleitet:

  • Die Sehnsucht danach, wieder klein zu sein, die Welt durch neugierige Augen zu betrachten und in einer eigenen Fantasielandschaft zu verschwinden, die größer ist als jede Realität.

“Der Speicher als eigenes Universum und die große Liebe zur Modelleisenbahn”

  • Unser Speicher war damals kein gewöhnlicher Ort.
  • Es war vielmehr ein eigenes kleines Universum, ein Raum voller Ideen, voller Möglichkeiten, voller Träume, die in Schienenform vor mir lagen.

Dort oben begann alles mit einem einfachen Oval.

  • Eine schlichte Strecke, eigentlich kaum der Rede wert, aber für mich war sie der Anfang einer Reise, die mich mein ganzes Leben begleiten sollte.

Dieses Oval wurde Monat für Monat größer, Jahr für Jahr eindrucksvoller.

  • Es wuchs mit mir, mit meiner Fantasie, mit meiner Geduld und mit der liebevollen Begeisterung meines Vaters, der immer an meiner Seite saß.
  • Ich sehe ihn noch heute vor mir, wie er mit halb schief gesetzter Brille und funkelnden Augen über den kleinen Gebäuden schwebte, die wir gemeinsam zusammensetzten.

Er erklärte mir jedes Detail:

  • Warum Weichen so funktionieren, wie sie funktionieren, weshalb Tunnel nicht nur optisch, sondern auch technisch eine Herausforderung sind, wie man eine Landschaft baut, die wirkt, als würde sie tatsächlich leben.
  • Diese Momente, diese stillen, warmen Abende auf dem Speicher, gehören zu den schönsten Erinnerungen, die ich habe.
  • Es waren Momente, die mich geprägt haben, die mir gezeigt haben, was Zusammenhalt bedeutet, was Kreativität bewirken kann und wie wertvoll es ist, gemeinsam etwas aufzubauen.

Auch heute, Jahrzehnte später, spüre ich diese Nähe, obwohl mein Vater schon lange verstorben ist.

  • Die Erinnerung an ihn ist in jeder Schraube, in jedem Schienenstück, in jeder kleinen Lokomotive lebendig.
  • Und gerade zur Weihnachtszeit wird diese Erinnerung besonders stark, fast greifbar, als würde er wieder neben mir sitzen, mich ansehen und sagen:
  • Mach weiter mein Sohn.
  • „Es gibt noch so viel zu tun.“

“Das offene Kabel, der Schmerz und die Lektion fürs Leben!”

  • Ein Erlebnis hat sich dabei ganz besonders eingebrannt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Mein Vater hatte damals ein Kabel des alten Märklin-Trafos durchgeschnitten, um es sauber durch eine kleine Öffnung verschwinden zu lassen.

  • Was er jedoch vergessen hatte, war das Isolieren.
  • An dieser offenen Stelle lagen echte 220 Volt an.

Es war schmerzhaft, erschreckend und zugleich lehrreich.

  • Doch mein Vater blieb ruhig, nahm mich in den Arm und erklärte mir geduldig, wie wichtig Vorsicht ist, wie sehr Respekt vor Technik dazugehört und dass man trotz solcher Schreckmomente niemals die Freude am Bauen verlieren darf.
  • Diese Episode ist für mich bis heute ein Sinnbild dafür, wie das Leben funktioniert:

Es gibt Stromschläge, es gibt Fehler, es gibt Momente, die man nicht erwartet.

  • Aber wenn man jemanden an seiner Seite hat, der einem beibringt, wie man weitergeht, ohne die Begeisterung zu verlieren, dann wächst man nicht nur an der Anlage – man wächst an sich selbst.

“Der nie endende Modellbahn-Virus und ein Weihnachtsgruß aus der Eifel und Düsseldorf”

  • Und so sitze ich heute hier, Jahrzehnte später, irgendwo zwischen den Hügeln der Eifel und meinem künftigen Zuhause in Düsseldorf, und merke erneut, wie unmöglich es ist, sich von dieser Leidenschaft zu lösen.

Der Modellbau ist mehr als ein Hobby.

  • Es ist ein Gefühl, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, ein Anker für die Seele.
  • Und jeder, der dieses Gefühl kennt, weiß genau, dass man auch als Erwachsener wieder klein werden kann, sobald der erste Zug über die Schienen gleitet.

Darum wünsche ich euch allen, die meine Seite besuchen, die meine Gedanken lesen und die die Freude an der Modelleisenbahn teilen, ein wunderschönes, warmes, friedliches Weihnachtsfest.

  • Feiert es mit euren Liebsten, genießt jede Minute, erinnert euch an eure eigenen Kindheitsmomente und erlaubt euch, wenigstens einmal im Jahr wieder klein zu sein.

Herzliche Grüße aus der Eifel – und bald wieder aus Düsseldorf.

  • Euer Bahn- und Modellbahn-Enthusiast : Jaky

P. S.: Selbstverständlich freue ich mich auch über einen kleinen Kommentar.

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